Hollywood Justice

Erschienen 2016 im Mühlbeyer Filmbuchverlag.

Mein erstes Buch ist eine wissenschaftliche und trotzdem sehr gut lesbare historische Aufrollung und Analyse von amerikanischen Vigilantenfilmen.

Klappentext:

Niemand ist mehr sicher. Morde, Diebstahl und Vergewaltigungen sind an der Tagesordnung. Die Polizei ist entweder überfordert oder sieht absichtlich weg. Bis ein anständiger Bürger sagt: „Es ist genug.“

Vigilanten: Sie sind keine bloßen Rächer, sondern vehemente Verfechter von tödlicher Selbsthilfe, die einer gerechten Sache dient. Charles Bronson in „Death Wish“ („Ein Mann sieht rot“), Clint Eastwood als „Dirty Harry“, Batman und viele andere greifen dort hart durch, wo der Rechtsstaat versagt. Von der Ku Klux Klan-Verherrlichung in „Birth of a Nation“ (1915) bis zum Kampf gegen Mexikos Drogenmafia im Dokumentarfilm „Cartel Land“ (2015) nehmen immer wieder filmische Protagonisten das Recht in die eigene Hand. Auch in Videospielen wird das Narrativ des Vigilanten aufgegriffen.

Ein Jahrhundert Selbstjustiz im amerikanischen Film: „Hollywood Justice“ von Peter Vogl ist die weltweit erste Veröffentlichung, die alle wichtigen (und einige weniger wichtige) Vertreter eines besonderen Genres vereint, eines dominanten und immer wiederkehrenden Mythos der amerikanischen Kultur. Das Buch ist Nachschlagewerk, historischer Überblick und Analyse in einem. Eine Enzyklopädie filmischen Faustrechts.

Pressestimmen:

„Hat nicht nur wissenschaftlich und analytisch Hand und Fuß, sondern ist darüber hinaus auch noch außerordentlich gut lesbar und kurzweilig geschrieben.“

Daniel Wagner in 35 Millimeter 06/2016

„Ein Grundlagenwerk zu einem Subgenre, das den gesellschaftlichen Status quo und die Funktionstüchtigkeit staatlicher Institutionen in Frage stellt.“

Felicitas Kleiner in Filmdienst 18/2016

„Eine Filmgeschichte des vigilante movie, die in Anbetracht der Fülle an Filmzusammenfassungen und -analysen einen eher enzyklopädischen Charakter aufweist, sich jedoch aufgrund der Rückbindungen an zeitgeschichtliche Wandlungsprozesse nicht in einer reinen Aufzählung thematisch verwandter Filme verliert. Der Autor [wird] dem selbstgesteckten Ziel einer „historischen Aufarbeitung von filmischen Vigilantismus“ (S.21) mehr als gerecht und stellt mit seinem Werk ein hohes Potenzial für wissenschaftliche Anschlussüberlegungen bereit.“

Max Wienert in MEDIENwissenschaft 3/2017

Der Autor hat hier sehr ausgiebige Recherche betrieben. Das Buch bietet einen angenehmen Einstieg in das Thema, indem es zunächst die Thematik auf leicht verständliche Weise beleuchtet. So wird auch Lesern, die mit dem Thema bislang noch nichts anfangen konnten, alles ausgiebig erläutert. Die Filmbeispiele und deren Aufarbeitung erstrecken sich über die letzten 100 Jahre der Filmgeschichte und lassen auch Klassiker wie Taxi Driver, Der blutige Pfad Gottes oder Christopher Nolan’s Batman-Trilogie nicht aus. Ein zusätzliches Kapitel beleuchtet auch Vigilanten in Videospielen, sowie eine komplette Auflistung von betroffenen Filmen und relevanten TV-Sendungen. Das Buch bietet alles Wissenswerte zum Thema in kompakter Taschenbuchform und angenehm verständlich geschriebenem Text. Hollywood Justice ist ein beispielloses Nachschlagewerk für Filmfans.

Michael Pölzl, continue-magazin.at

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Zitate aus dem Buch:

„[Es ist ein] Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen den Schöpfern der Zivilisation und den Zerstörern der Zivilisation. Der Kampf findet zwischen jenen, die über kulturelles Kapital besitzen, und den Unzivilisierten und Unkultivierten statt. Daher macht es auch Sinn, wenn Vigilanten im Film fast immer aus der gesellschaftlichen Oberschicht und Mittelschicht stammen. Während sie Gebäudedesigns planen, Klavier spielen und Vernissagen besuchen, verübt der »Abschaum« den nächsten Raub, die nächste Vergewaltigung oder eine sonstige Schandtat.“

„Von den Law and order-Filmen der 1930er und der Geburt des modernen Vigilantenfilms in den destruktiven 1970ern über die trashigen B-Filme der 1980er bis zur Heerschar an Superhelden im neuen Millennium: Die klassischen Vigilanten haben sich immer wieder an den Zeitgeist angepasst und, mit einigen Pausen, in fast jedem Jahrzehnt ein großes Publikum gefunden.“

„Die gute und »notwendige« Gewalt und den Faschismus des Vigilanten kann man als die logische Weiterführung der Theorien von »American exceptionalism« und Manifest destiny (»offensichtliche Bestimmung«) sehen. »American exceptionalism« ist (verkürzt formuliert) die Theorie, dass die USA anders/besser sind als andere westliche Staaten und auf Grund ihrer geschichtlichen Entwicklung und Werten wie Freiheit, Republikanismus und Individualismus eine Sonderstellung in der Welt einnehmen würden. Der Begriff wurde auch als Überlegenheit des amerikanischen Volkes interpretiert und wurde/wird von Kritikern als ein weiterer populärer Mythos der Amerikaner gesehen. »Manifest destiny« greift teilweise auf »American exceptionalism« zurück und war und ist der Glaube vieler Amerikaner an die speziellen Tugenden ihres Volkes und ihrer Aufgabe, den Wilden Westen zu erobern und nach ihren Vorstellungen zu erneuern.“

Das Spannungsfeld zwischen Gesetzmäßigkeit und Notwendigkeit wurde schon oft in früheren Vigilantnarrativen untersucht, aber wohl selten auf solch interessante und umfassende Art wie in Nolans Batman-Trilogie.“

Inhaltsverzeichnis, Vorwort und Einleitung als PDF-Datei

„Donald Trump und die Selbstjustiz“ – Interview auf dw.com (Deutsche Welle)

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