Bud Spencer Marathon Nr. 39: Die Troublemaker

Die Troublemaker (1994, Botte di Natale)

Weihnachten steht vor der Tür und die rüstige alte Mutter von Travis (Terence Hill) und Moses (Spencer) will ihre beiden Söhne endlich wieder mal sehen. Für diesen Zweck behauptet sie, der verstorbene Vater hätte einen Schatz hinterlassen. Der ungebildete Moses ist Vater von zehn Kindern und ernährt seine Familie mit dem Geld, das er als Kopfgeldjäger verdient. Von seinem Bruder Travis und der Mutter will er nichts hören. Travis bewahrt den berüchtigten Gauner Sam Stone vor dem Tod am Galgen. Er will sich gemeinsam mit Moses auf die Jagd nach Stone begeben, damit die beiden das hohe Lösegeld kassieren können. Am Ende sollen alle zusammen glücklich Weihnachten feiern können.

Doch Sam Stone lässt sich nicht so einfach fangen und die Brüder werden irrtümlich eingesperrt. Stone erfährt von dem angeblichen Schatz und macht sich, wie auch die Frau und Kinder von Moses, auf den Weg zu der alten Mutter. Im Finale lassen Stones Männer durch den schönen Weihnachtsgesang all ihre Waffen fallen (lol) und es kommt zu einer großen Schlägerei in Mamas Hütte, bei der die Gangster auf Pferdekaka ausrutschen und Moses‘ kleine Kinder ihnen mit Gabeln in den Hintern pieksen.

Travis will ballern, aber das Wauzi zieht am Bein – Humorfaktor 100.

Neun Jahre nach Die Miami Cops (Bud Spencer Marathon #34) kehrten Spencer und Hill für ein letztes Hurra noch einmal zu dem Genre zurück, mit dem sie international berühmt wurden: Der Westernkomödie. Doch leider gibt es hier nichts zu lachen. Der letzte gemeinsame Film des Duos ist eine deutsch-italienische Koproduktion unter der Regie von Terence Hill, die auf der ganzen Linie enttäuscht. Die verhinderte Komödie fällt selbst bei Fans unten durch.

Anne Kasprik (links) und Eva Hassmann (rechts).

Die früheren Action-Komödien des Duos waren Erwachsenenunterhaltung. Spencer und Hill spielten oft ruppige, moralisch keineswegs einwandfreie Figuren. Die Troublemaker ist ein seichter und völlig belangloser Familienfilm, in dem die beiden so etwas wie Karikaturen jener Rollen darstellen, die sie berühmt gemacht haben. Der Film war zu Recht ein Riesenflop und lockte in Deutschland nur knapp 123.000 Menschen in die Kinos, anstatt wie früher mehrere Millionen. In einer Nebenrolle spielte übrigens eine junge, hübsche Eva Hassmann mit, die spätere Frau von Otto Waalkes. Diesen lernte sie bei der Premiere des Films kennen.

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