Jackie Chan Mega-Marathon III

Hand of Death

Deutscher Titel: Hand of Death
Originaltitel: Shao Lin Men
Englischer Titel: Hand of Death
Alternativtitel: The Hand of Death, Countdown in Kung Fu, Dragon Forever (dt.)
Erstveröffentlichung: 1976
Deutsche Erstveröffentlichung: 1989 (VHS-Video)
Laufzeit: 97 Min.
Empfohlene Heimversion: Britische Doppel-Blu-Ray von Eureka Entertainment (Zusammen mit Last Hurrah for Chivalry, einem anderen frühen John-Woo-Werk). Die Blu-ray hat ein 2K-Master bekommen sowie einen Audiokommentar von Experten.

Während der Mandschu-Dynastie des 17. Jahrhunderts wird das Volk unterdrückt und friedliebende Shaolin-Mönche werden brutal abgeschlachtet. Auf der Suche nach Dissidenten ist den Herrschenden jedes Mittel recht. Die buddhistischen Mönche schicken ihren besten Kämpfer Yun Fei los, der andere ehrenwerte Kämpfer um sich schart und den Tyrannen das Handwerk legen will.

James Tien (links)

Der gefährlichste Gegenspieler und Endgegner des Films ist natürlich der Oberbösewicht, gespielt von James Tien. Es kommt zum Kampf auf Leben und Tod, bei dem viele Schurken ihr Leben lassen, aber auch einige beherzte Weggefährten den Heldentod finden. Viel mehr ist zur Handlung nicht zu sagen. Jackie spielt hier eine gute Nebenrolle als Speerkämpfer und Waffenschmied, der auf Rache für seinen ermordeten Bruder sinnt. Sein Pekingoper-Bruder Sammo Hung ist auch mit von der Partie, und zwar ausnahmsweise als rechte Hand des Oberbösewichts. Sammo macht als Fiesling eine gute Figur, samt falschen Zähnen und Gesichtszuckungen. Was Hand of Death ausmacht, sind die vielen Kämpfe, die entweder mit Fäusten und Beinen bestritten werden oder mit sämtlichen klassischen Waffen des Shaolin Kung Fu.

Die drei Herren links im Bild sind Tan Tao-liang, John Woo und Jackie (mit Speer)

Hier treffen sich zwei spätere Legenden des asiatischen Kinos in der Frühphase ihrer Karriere. Hand of Death ist eine der ersten Regiearbeiten von John Woo, der später zu einem der wichtigsten und berühmtesten Actionregisseure avancierte. Bis heute ist es die einzige Zusammenarbeit zwischen Woo und Jackie Chan, dem neben Bruce Lee größten asiatischen Filmstar aller Zeiten. Woo erfand zehn Jahre später das Heroic Bloodshed-Genre, wurde mit Filmen wie A Better Tomorrow, Hard Boiled, The Killer und Face/Off weltberühmt und ist hier auch in einer kleinen Nebenrolle zu sehen.

Wer mit klassischen Kung-Fu-Filmen etwas anfangen kann, kommt hier voll auf seine Kosten. Die Handlung ist einfach gestrickt, die Motivationen sind deutlich und Sympathien klar verteilt. Die Kämpfe sind abwechslungsreich, sowie gut choreografiert und inszeniert. Woo-typisch hat der Film einige Härten und etwas mehr Blut als üblich.

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