Jackie Chan Mega-Marathon XI

Spiritual Kung Fu

Deutscher Titel: Meister aller Klassen 2
Originaltitel: Kuen Cheng / Quan jing
Englischer Titel: Spiritual Kung Fu
Alternativtitel: Meister aller Klassen II
Erstveröffentlichung: 1978
Deutsche Erstveröffentlichung: 1989 (VHS-Video)
Laufzeit: 99 Min.
Empfohlene Heimversion: UK Blu-ray von 88 Films. Sehr beeindruckende Bildqualität und ein Audiokommentar.
Hinweis: Der deutsche Verleiher wollte euch weismachen, dass hier eine Fortsetzung vorliegt. Das ist wieder mal nicht richtig.

Yat-Long (Jackie) ist ein kleiner Rebell und Unruhestifter. Der etwas alberne junge Mann passt nicht wirklich gut ins Leben des Shaolin-Tempels. Eines folgenschweren Tages dringt ein schwarz verhüllter Fremder in die Bibliothek des Tempels ein und stiehlt daraus ein einziges, kleines Buch. Die ehrwürdigen Mönche sind erschüttert, denn es handelt sich dabei um das Buch der „Sieben Tödlichen Fäuste“.

Die Technik, die in diesem Handbuch beschrieben wird, ist so gefährlich, dass deren Anwendung einst verboten worden war. Danach wurde das Buch weggesperrt und hätte nie wieder an die Öffentlichkeit gelangen sollen. Wenn sich diese Technik nun verbreitet, wird es die Kampfkunst-Community auf den Kopf stellen.

In einem anderen Tempel wünscht sich der Meister, dass sein Sohn der größte Kampfkünstler aller Zeiten werden soll. Hat er das Buch stibitzt? Jedenfalls ist die einzige Technik, die man den Sieben Tödlichen Fäusten entgegensetzen könnte, die der „Fünf Fäuste.“ Klingt nicht logisch, ist aber so. Doch dieser Kampfstil gilt als lange verschollen.

Dann kracht plötzlich ein Komet in Yat-Longs Tempel und fünf Geister tauchen auf. Die Mönche fürchten sich vor den Wesen mit weiß bemalten Gesichtern, weißen Pyjamas und roten Perücken. Yat-Long legt sich mit den Schabernack treibenden Geistern an, die einmal sichtbar und dann wieder unsichtbar sind, und lernt einen speziellen Kung-Fu-Stil von ihnen. Um welchen es sich hier wohl handelt?

Diese breit angelegte Kung-Fu-Komödie kann man sich ansehen, muss man aber nicht. Yat-Long ist kein fesselnder Protagonist und der Film hat wenige interessante Szenen. Innerhalb von Jackies Frühphase ist Spiritual Kung Fu absolutes Mittelmaß. Soll heißen: Er kann sich von den billigen, schundigeren Werken abgrenzen, aber keineswegs mit den besseren mithalten. Die Kämpfe sind durchschnittlich, werden mit Fortlaufen des Films aber immer besser. Etwas lächerlich und auch unfair ist, dass die fünf Geister unserem Helden auch beim Endkampf helfen.

Einer der Tiefpunkte in Jackies Leinwandkarriere:
Die Szene, in der er auf kleine Geister pinkelt.

Regisseur Lo Wei saß schon länger am absteigenden Ast, und jeder wusste es. Jackie meinte, Spiritual Kung Fu sei Los Versuch gewesen, eine Komödie zu machen. Das einzige, was er an diesem Film zum Lachen fand, sind die Spezialeffekte. Jackie hasste den Film und konnte es kaum erwarten, für irgendjemand anderes außer Lo Wei Filme zu machen. Bald sollte er nicht nur das machen, sondern auch selbst das Ruder in die Hand nehmen.

Bewertung:

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