Jackie Chan Mega-Marathon XV

Half a Loaf of Kung Fu

Deutscher Titel: Karate Bomber
Originaltitel: Dian zhi gong fu gan chian chan / Yi zhao ban shi chuang jiang hu
Englischer Titel: Half a Loaf of Kung Fu
Erstveröffentlichung: 1980
Deutsche Erstveröffentlichung: 1989 (VHS-Video)
Laufzeit: 97 Min.
Empfohlene Heimversion: Deutsche Blu-ray von Splendid. Anfang 2021 gab das britische Label 88 Films bekannt, auch diesen Jackie-Film auf Blu-Ray veröffentlichen zu wollen. Ich habe keinen Zweifel, dass diese VÖ erneut die deutsche Blu-ray in Sachen Qualität und Umfang schlagen wird.

Yang Tao (Jackie) ist ein junger, alberner Loser. Er träumt davon, ein großer Kung-Fu-Experte zu sein, aber selbst im Traum versagt er immer wieder. Auf der Flucht vor seinem ehemaligen Arbeitgeber, bei dem er keinen halben Tag durchhielt, trifft er auf eine Konfrontation zwischen dem bekannten Helden Liu und einem Verbrecher, den Liu zur Strecke bringen will. Durch Yang Taos tollpatschige Art ist Liu abgelenkt und stirbt im Kampf, ebenso wie der Verbrecher.

Yang Tao kassiert das Kopfgeld und gibt sich auch danach als der große Liu mit der tödlichen Peitsche aus. Er trifft auf einen Kung-Fu-Meister und fleht ihn auf Knien an, sein Schüler werden zu dürfen. Der Meister gibt ihm ein paar Unterlagen mit Techniken und in den letzten zwanzig Minuten des Films ist Yang Tao dann endlich ein wahrer Kampfkünstler. Das trifft sich gut, weil ein Freund des Meisters und dessen Tochter müssen einen Schatz transportieren. Dabei werden sie von zwei Clans angegriffen.

Diese Lo-Wei-Produktion wurde bereits 1978 gedreht und erst 1980 veröffentlicht. Lo wollte mit Jackie nur ernsthafte Actionfilme bekannter Manier drehen, und keine Komödien. Angeblich redete Jackies Manager Willie Chan so lange auf ihn ein, bis er Jackie eine Komödie machen ließ. Als Lo den fertigen Film sah, soll er sehr wütend geworden sein und ihn zwei Jahre lang in seinem Archiv verschlossen gehalten haben. Half a Loaf of Kung Fu kann als eine der allerersten Parodien auf das Kung-Fu-Genre gesehen werden. Leider ist es aber auch einer der schlechtesten und nervigsten Jackie-Filme überhaupt.

Zunächst ist die Handlung mit den zwei Clans, die an den Schatz gelangen wollen, äußerst banal. Das alleine wäre noch verkraftbar, aber auch richtige Kämpfe sind selten. Am schlimmsten ist aber der breite, derbe Humor, der sich durch den gesamten Film zieht. Dazu gehören auch Bild-Speedup, Fürze und Stottern. Zweimal bekommt jemand Spucke ins Gesicht, ein Gegner wird mit Eiern beworfen, einem anderen sogar Pickelflüssigkeit ins Gesicht gespritzt. Der Film will lustig sein, trotzdem sterben immer wieder Leute. Das einzig Positive, was man über diesen Film sagen kann, ist, dass Jackie wie üblich auch hier halbwegs charismatisch ist, und ein paar wenige der von ihm selbst inszenierten Fights ganz ansehnlich sind.

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