Jackie Chan Mega-Marathon XLIV

Who Am I?

Deutscher Titel: Jackie Chan ist Nobody
Originaltitel: Ngo si seoi / Wo shi shei
Englischer Titel: Who Am I?
Erstveröffentlichung: 1998
Deutsche Erstveröffentlichung: 1998
Laufzeit: 108 Min.
Empfohlene Heimversion: Es gibt eine australische Blu-ray, die den kürzeren US-Cut drauf hat. Die Bildqualität der ungeschnittenen deutschen DVD von Splendid ist gerade noch akzeptabel, aber sie hat keinen Originalton.

Jackie Chan ist Teil einer multinationalen Elite-Spezialeinheit, die im Auftrag eines gewissen Mr. Morgan in Südafrika drei Wissenschaftler entführt und Meteoritenfragmente sicherstellt. Die Einheit wird verraten und nachdem ihr Helikopter abstürzt, ist Jackie der einzige Überlebende. Fortan leidet er unter schwerer Amnesie. Ein namibischer Stamm findet ihn und da Jackie sich nicht mal mehr an seinen Namen erinnern kann und „Who am I?“ zu ihnen sagt, wird er von ihnen auf diesen Namen getauft.

„Who am I“ freundet sich mit den Einheimischen an und erfährt, dass seine Kollegen alle tot sind. Als nicht weit von ihnen entfernt ein Wüstenrallye stattfindet, lernt er die japanische Rennnavigatorin Yuki kennen, die ihn zunächst für einen Kannibalen hält. Doch „Who am I“ hilft ihr, rettet ihrem Bruder nach einem Schlangenbiss das Leben und beendet mit ihr das Rennen. Danach wird er zur Mediensensation und schafft es bis nach Johannesburg.

Durch den Medienrummel wird der sinistre Morgan auf den Überlebenden aufmerksam und schickt einige seiner Leute los. Er zwingt die drei Wissenschaftler, die Zerstörungskraft der Meteoritenfragmente zu testen, wodurch ein ganzes Kraftwerk in die Luft fliegt. Diese neuartige Bombe soll an einen Waffenhändler verkauft werden. Wenn Jackie jedoch sein Gedächtnis zurückerlangt, wird alles auffliegen. „Who am I“ trifft auf die vermeintliche Journalistin Christine, die vorgibt, unbedingt ein Interview mit ihm haben zu wollen. Jackie, Christine und Yuki sind fortan die meiste Zeit auf der Flucht vor Morgans Männern. Eine Spur führt nach Rotterdam, wo Jackie alle Antworten finden wird.

Die Begeisterung für den meiner Ansicht nach doch durchschnittlichen Who am I? kann ich nicht ganz nachvollziehen. Wie auch Mr. Nice Guy, der im Vorjahr erschien und weniger beliebt ist, ist der Film eine nonstop Verfolgungsjagd. Wieder ist diese lustig und mit einfallsreicher Action gespickt, aber eben nicht ganz auf dem Niveau des Vorgängers. Ursprünglich war Who am I? angeblich als Zweiteiler geplant, aber Golden Harvest hatte nicht genug Vertrauen in das Projekt. Der Afrika-Teil des Films war ursprünglich viel länger und wurde dann für die US-Fassung noch weiter runtergekürzt. Die deutsche Fassung ist zur Abwechslung mal komplett ungekürzt.

Offenbar sind sich alle einig, dass der Film erst dann gut wird, wenn Jackie Afrika verlässt und die Action beginnt, aber das sehe ich nicht so. Ein an Amnesie leidender Elitesoldat, der sich mit einem Eingeborenenstamm arrangieren und seine Vergangenheit aufdecken muss, ist interessant und mal was anderes. Auch die Idee mit den Rallyefahrern, die ihn nicht verstehen, weil der Mund von „Who am I“ durch ein Kraut taub wurde, ist eine nette Idee. Das alles hätte man noch ausbauen können. Oder es war ausgebaut und wurde dann später entfernt, als der Zweiteiler-Plan verworfen wurde. Wobei ich anmerken muss, dass ich leider nur den kürzeren US-Cut gesehen habe.

Who am I? ist „Medium-Jackie“. Also immer noch unterhaltsam und sehenswert, aber keines seiner besten Werke. Nach Mr. Nice Guy ist Who am I? übrigens der zweite seiner Filme, der komplett in englischer Sprache gedreht wurde, und Jackie spricht sich in beiden Filmen selbst.

Bewertung:

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