Die Top 15 Jackie Chan Filme

Nach meinem Jackie-Mega-Marathon mit 74 Filmen ist es nun logischerweise an der Zeit, meine Lieblingsfilme mit ihm zu küren. Winners & Sinners hätte es in die Liste geschafft, aber da Jackie darin nur eine Nebenrolle hat, ist er nicht aufgeführt. Hier der einleitende Artikel zum Marathon.

15: The Protector
(1985, dt. Titel: Der Protector, Marathonfilm #24)

Der zweite Versuch, den asiatischen Star in den USA zu etablieren, war ein Totalflop an den Kinokassen und führte dazu, dass Jackie Hollywood ein Dutzend Jahre den Rücken kehrte. Der harte, anrüchige 80er-Actionreißer hat weder seinen Geschmack noch den des Publikums getroffen. Aber aus Gründen, die ich im Text ausführe, ist er für mich die bis heute unterhaltsamste US-Produktion mit Chan.

14: The Fearless Hyena
(1979, dt. Titel: Superfighter 3, Marathonfilm #12)

Hier war Jackie zum ersten Mal nicht nur Action Director und Stuntkoordinator, sondern auch Drehbuchautor und Regisseur. Mit gutem Ergebnis: „Mehr noch als bei Drunken Master haben wir hier ein frühes Vorzeigeprojekt von Jackie, das seine Geschicklichkeit, Choreografie und Akrobatik demonstriert, sowie seinen Einfallsreichtum und Humor.“

13: Dragon Lord
(1982, Marathonfilm #17)

Wenn Sport so unterhaltsam wäre wie hier, würde ich mir auch ab und zu ein Spiel ansehen. Jackies dritte Regiearbeit bietet spektakuläre Sporteinlagen, Stunts, Akrobatik und einen tollen Endkampf.

12: Drunken Master
(1978, dt. Titel: Sie nannten ihn Knochenbrecher, Marathonfilm #10)

Der spaßige Kung-Fu-Klassiker aus Jackies Frühphase. Jackie hat mal gesagt, dass er von asiatischen Fans ständig gefragt wird, wann ein neuer Drunken Master-Film kommt und von amerikanischen Fans, wann der nächste Teil von Rush Hour erscheint. Die asiatischen Fans haben eindeutig den besseren Geschmack.

11: Shinjuku Incident
(2009, dt. Titel: Stadt der Gewalt, Marathonfilm #59)

Scarface, asian style und zur Abwechslung ein ernster Film. Die stimmige Mischung aus Einwanderer-Drama und brutalem Mafiathriller sticht als bester Film aus Jackies Spätphase heraus.

10: Crime Story
(1993, dt. Titel: Hard to Die, J.C. Marathon #38)

Auch hier werden ernste und etwas düstere Töne angeschlagen, aber das Ding fetzt mehr und hat einen ganz anderen Flair. Obendrein versprüht es Frühe-90er-Coolness und bietet härtere Action, als man von Chan gewohnt ist.

9: Armour of God II: Operation Condor
(1991, dt. Titel: Mission Adler – Der starke Arm der Götter, J.C. Marathon #34)

Den hier können sich auch Normies ansehen, die mit Jackie sonst nicht viel am Hut haben und lieber Indiana Jones schauen. Jackie tobte sich in der mit 115 Mio. HK-Dollar zu dem Zeitpunkt teuersten Hongkong-Produktion so richtig aus.

8: Police Story Part II
(1988, dt. Titel: Police Story 2, J.C. Marathon #31)

Der ernsthafte, realitätsnahe Krimithriller schafft es, den legendären Vorgänger in mancher Hinsicht zu übertreffen. Nur die vielen Actionszenen sind nicht ganz so atemberaubend, aber dennoch ein absoluter Genuss.

7 : Project A II
(1987, dt. Titel: Project B, J.C. Marathon #29)

Auch hier haben wir einen ausgezeichneten Actionfilm, der nicht an seinen Vorgänger herankommt, obwohl er manches besser macht. Das ist allerdings Jammern auf sehr, sehr hohem Niveau, denn: „Alles, was Jackie und seine Filme großartig und einzigartig macht, ist in diesem Film im Übermaß vorhanden.“

6: Snake in the Eagle’s Shadow
(1978, dt. Titel: Die Schlange im Schatten des Adlers, J.C. Marathon #7)

Wer mit dem Gedanken spielt, sich alte Kung-Fu-Filme anzusehen, der könnte mit dem waschechten Klassiker hier beginnen. Wen Snake in the Eagle’s Shadow nicht umhaut, der sollte sich schämen, seinen Actionfilmfan-Führerschein zurückgeben und sich ein anderes Hobby suchen.

5: Police Story
(1985, Marathonfilm #27)

Jackie hetzt, kämpft, springt, schwitzt, blödelt und blutet. Reihenweise verletzten sich Menschen für unsere Unterhaltung. „Action first, story second“, gab Jackie bereitwillig zu. Herausgekommen sind dabei viele Scherben, ein toller Titelsong und ein glorreicher Beitrag zum Actionkino.

4: The Young Master
(1980, dt. Titel: Meister aller Klassen, J.C. Marathon #14)

The Young Master war der erste Film, bei dem man Jackie nach vielen mühsamen Jahren und vielen käsigen, billigen Kung-Fu-Filmen endlich ein ordentliches Budget und völlige Narrenfreiheit gab. Chan konnte seinen Perfektionismus endlich ausleben und einen qualitativ hochwertigen Actionfilm inszenieren. Der 18-minütige Endkampf ist möglicherweise sogar der beste one-on-one-Fight aller Kampfkunstfilme. Von den zig-tausenden dieser Streifen, die im asiatischen Raum über die Jahrzehnte produziert wurden, sind die meisten in Vergessenheit geraten. Jackies zweite Regiearbeit The Young Master freilich nicht, diese verdient einen Platz in einem Museum.

3: City Hunter
(1993, J.C. Marathon #37)

Jackies einzige Comicverfilmung ist herrlich übertrieben und steckt voller Energie und breit angelegtem Humor. Mag sein, dass dieser Platz drei einige irritiert, aber dies ist eine persönliche Favoritenliste und für meinen Geschmack hat Jackie nie einen lustigeren Film gemacht.

2: Project A
(1983, dt. Titel: Der Superfighter, J.C. Marathon #21)

Project A hat mich beim erneuten Ansehen zum Weinen gebracht, weil ich vergessen hatte, wie großartig und einzigartig er ist. Spätestens beim Turmuhr-Stunt hat auch der Letzte begriffen, dass Jackie in seiner Blütephase ein Wahnsinniger war. Ein Wahnsinniger, der hier einen der besten Actionfilme aller Zeiten abgeliefert hat und dazu noch einen der besten Stunts aller Zeiten, den er gleich dreimal ausführt und uns stolz jeden der drei Takes zeigt.

1: Drunken Master II
(1994, dt. Titel: Drunken Master, Marathonfilm #39)

Nur Drunken Master II schafft es, Project A hinter sich und den ersten Drunken Master alt und bescheiden aussehen zu lassen. Einfache Handlung, sympathische Darsteller, guter Humor und vor allem: Atemberaubende Kampfszenen, die in Hollywood zu keinem Zeitpunkt auch nur annähernd repliziert werden konnten. Als während meines Filmstudiums ein Professor meinte, Titanic wäre der Höhepunkt des Attraktionskinos (nach Tom Gunning), musste ich den Kopf schütteln und dachte mir „Der arme Unwissende hat mit Sicherheit nie Drunken Master II erlebt. Und sowas darf Professor werden.“ Also: Anständige Fassung des Films in HD besorgen und glücklich werden.

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